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WhatsApp führt kostenpflichtiges Abo-Modell für 4 Euro ein – Wer betroffen ist

Bild: KI

Transparenzhinweis – Beitrag mit Unterstützung von KI erstellt

Die Diskussion um ein mögliches „WhatsApp-Abo“ bekommt neue Nahrung: In aktuellen Berichten ist von einer monatlichen Gebühr um vier Euro die Rede, die fällig werden könnte, wenn WhatsApp künftig ohne Werbung genutzt werden soll. Auslöser sind Hinweise aus einer WhatsApp-Beta-Version, die auf eine künftige Wahlmöglichkeit zwischen werbefinanzierter Nutzung und einem bezahlten, werbefreien Modell hindeuten. Noch ist nichts final angekündigt, doch die Stoßrichtung passt zu Metas Strategie, zusätzliche Erlösquellen jenseits klassischer Anzeigen zu erschließen.

WhatsApp soll sich verändern: Werbung rückt näher

WhatsApp galt lange als Gegenmodell zu werbegetriebenen sozialen Netzwerken. Inzwischen ist aber klar, dass Meta den Messenger stärker monetarisieren will. Werbung wird dabei nicht als flächendeckendes Element in privaten Chats verstanden, sondern vor allem als Bestandteil jener Bereiche, die eher an Social-Media-Formate erinnern: Status-Inhalte und Kanäle. Genau dort, im „Aktuelles“- bzw. Updates-Umfeld, sollen Anzeigen auftauchen, während persönliche Chats nach bisherigem Stand verschont bleiben.

Für Europa ist das Thema zusätzlich sensibel, weil Datenschutz und regulatorische Vorgaben die Einführung neuer Werbemodelle bremsen können. Schon in der Vergangenheit wurde berichtet, dass der Rollout bestimmter Werbefunktionen in der EU später erfolgen soll als in anderen Regionen. Das macht die aktuelle Beta-Spur umso interessanter, weil sie nahelegt, dass Meta parallel eine bezahlte Ausweichoption vorbereitet.

Die „4-Euro-Gebühr“: Wer zahlen soll und wofür

Im Kern geht es um eine einfache Logik: Wer WhatsApp ohne Werbung nutzen will, könnte künftig ein Abo abschließen. In aktuellen Meldungen wird ein Preis von rund vier Euro pro Monat genannt. Der Betrag taucht in Verbindung mit Beta-Codehinweisen auf und wird zugleich als potenzieller Platzhalter eingeordnet. Dennoch passt die Summe zu einem Modell, das niedrig genug wäre, um als „Anti-Werbung“-Option massentauglich zu wirken, aber hoch genug, um für Meta relevante Zusatzerlöse zu generieren.

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Freiwillig statt Pflicht: Grundfunktionen sollen kostenlos bleiben

Mehrere Berichte betonen, dass die Basisnutzung von WhatsApp weiterhin kostenlos bleiben soll. Bezahlt würde demnach nicht für das reine Versenden von Nachrichten oder das Telefonieren, sondern für eine werbefreie Erfahrung in den Bereichen, in denen WhatsApp künftig stärker als Plattform für Inhalte und Reichweite funktioniert. Damit würde WhatsApp ein Prinzip übernehmen, das sich bei anderen Diensten etabliert hat: kostenlos mit Werbung oder kostenpflichtig ohne.

Warum gerade jetzt: Metas Monetarisierungsdruck

Meta hat in den vergangenen Jahren wiederholt gezeigt, dass Abonnements neben Werbung zu einem zweiten Standbein werden sollen. Bei Facebook und Instagram existieren in Europa bereits Abo-Varianten, die vor allem auf Werbereduktion oder Werbefreiheit abzielen. Ein ähnlicher Mechanismus bei WhatsApp wäre eine konsequente Ausweitung dieser Strategie auf den größten Messenger im Konzernportfolio.

Mehr als Werbefreiheit: Hinweise auf zusätzliche Premium-Funktionen

Parallel zum Gedanken eines „Werbefrei-Abos“ tauchen Hinweise auf ein weiteres, funktionsbasiertes Abo auf. Dieses soll nicht primär Werbung entfernen, sondern zusätzliche Möglichkeiten freischalten. Genannt werden etwa mehr Personalisierung und erweiterte Verwaltung von Chats, beispielsweise mehr angeheftete Unterhaltungen. Das deutet darauf hin, dass Meta WhatsApp mittelfristig in zwei Richtungen monetarisieren könnte: einmal über Werbevermeidung, einmal über Komfort- und Power-Features.

Offen bleibt, ob beide Abo-Ideen zusammengeführt werden oder als getrennte Pakete starten. Ebenso unklar ist, wie Meta das Modell regional staffelt und ob der in der Beta genannte Preis tatsächlich der spätere Endpreis ist.

Was in Europa entscheidend wird: Datenschutz, Transparenz und Akzeptanz

In der EU dürfte weniger die technische Umsetzung als die Akzeptanzfrage im Vordergrund stehen. WhatsApp ist für viele Nutzerinnen und Nutzer ein Grundpfeiler der Alltagskommunikation. Schon eine begrenzte Werbeintegration kann deshalb als Kulturbruch wahrgenommen werden, selbst wenn private Chats unberührt bleiben. Gleichzeitig wird die Debatte stark davon abhängen, wie transparent Meta erklärt, welche Daten für Anzeigen im Updates-Bereich genutzt werden und welche Optionen zur Kontrolle existieren.

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Fazit

Die Hinweise verdichten sich, dass WhatsApp in Europa vor einem Umbau steht: Werbung im Updates-Umfeld auf der einen Seite, ein optionales Abo für Werbefreiheit auf der anderen. Die kolportierten vier Euro monatlich sind dabei weniger als endgültiger Preis zu verstehen, sondern als Signal, in welche Richtung Meta denkt. Ob und wann das Modell kommt, hängt nicht nur von der Produktstrategie ab, sondern auch von regulatorischen Rahmenbedingungen und der Frage, wie viel Veränderung ein Messenger verkraftet, der für Millionen längst zur Infrastruktur geworden ist.

Quellen

https://www.netzwelt.de/news/250687-whatsapp-abo-neue-4-euro-gebuehr-mark-zuckerberg-zahlen.html

https://wabetainfo.com/

https://kurier.at/trend-hub/whatsapp-nicht-mehr-kostenlos-abo-werbung/403125177

https://www.blick.ch/digital/hinweise-in-app-aufgetaucht-wird-whatsapp-bald-kostenpflichtig-das-steckt-dahinter-id21639530.html

https://www.politico.eu/article/whatsapp-meta-ads-eu-facebook-instagram-2026/

Verfasst von Redaktion