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Gefrierender Regen zählt zu den tückischsten Winterphänomenen: Regen fällt aus milderen Luftschichten, trifft am Boden jedoch auf gefrorene Oberflächen und bildet binnen Minuten eine nahezu unsichtbare Eisschicht. Genau diese Konstellation rückt Anfang Februar wieder in den Fokus der Wetterdienste. In Teilen Norddeutschlands bleibt es frostig, zugleich kündigen sich Niederschläge an, die regional in Glatteis übergehen können. Besonders betroffen sind aktuell Niedersachsen und Bremen – und damit auch der Großraum Hannover, wo sich die Lage mit anhaltendem Frost und möglichem Eisregen zuspitzen kann.
Warum gefrierender Regen so gefährlich ist
Im Unterschied zu Schneefall oder Reifglätte entsteht Glatteis durch gefrierenden Regen oft abrupt. Straßen, Gehwege, Brücken und Bahnsteige können innerhalb kurzer Zeit spiegelglatt werden, ohne dass die Veränderung optisch sofort auffällt. Gefährlich wird es vor allem dann, wenn die Lufttemperatur knapp über dem Gefrierpunkt liegt, der Untergrund aber durch vorangegangenen Dauerfrost deutlich kälter ist. In solchen Fällen reicht schon leichter Regen, um eine harte, glatte Eisschicht zu erzeugen, die auch Streumittel nur begrenzt schnell “knacken”.
Norddeutschland im Frostgriff: Niedersachsen und Bremen im Mittelpunkt
Für Niedersachsen und Bremen wird weiterhin eine winterliche Wetterlage beschrieben: Kalte bis sehr kalte Luft strömt aus östlichen Richtungen ein, die Nächte bleiben frostig. Gleichzeitig nähert sich von Südwesten Niederschlag, der je nach Region als Schnee, Schneeregen oder gefrierender Regen fallen kann. Damit steigt das Risiko für Glatteis deutlich – insbesondere dort, wo Niederschlag auf durchgefrorene Flächen trifft oder wo sich in höheren Luftschichten vorübergehend mildere Luft einschiebt, während es am Boden bei Minusgraden bleibt.
Solche Übergangslagen sind meteorologisch typisch für Eisregen-Ereignisse: In der Höhe taut der Niederschlag an, am Boden friert er sofort wieder fest. Der Deutsche Wetterdienst beschreibt für die Region zudem verbreitet Dauerfrost und weist darauf hin, dass sich die Glätte in der Nacht zum Mittwoch durch Schneefall und gebietsweise gefrierenden Regen verstärken kann. Auch Wind spielt eine Rolle: In Küstenbereichen kann es windig bis stürmisch werden, was die gefühlte Kälte erhöht und Verwehungen begünstigt.
Hannover: Frost-Alarm und erhöhte Eisregen-Wahrscheinlichkeit
Im Raum Hannover kommt zur Frostlage das Risiko einer Niederschlagsfront hinzu, die zeitweise gefrierenden Regen bringen kann. Für die Region werden Temperaturen bis in den Bereich um minus 7 Grad genannt, begleitet von Warnungen vor Frost und Glätte. Besonders aufmerksam verfolgen Meteorologen dabei die Entwicklung ab Dienstag: Südwestlich einer Linie, die grob über den Nordwesten verläuft, kann sich die Niederschlagsart von anfänglichem Schnee hin zu gefrierendem Regen verschieben. In diesem Szenario ist Glatteis möglich, örtlich auch in einem Bereich, der als unwetterartig eingestuft werden kann.
Der entscheidende Faktor ist die genaue Lage der Temperaturgrenze: Schon wenige Kilometer Verschiebung können darüber entscheiden, ob Niederschlag als Schnee liegen bleibt oder als Eispanzer auf Straßen und Leitungen gefriert. In Städten wie Hannover kommt hinzu, dass Verkehrsdichte und viele versiegelte Flächen die Auswirkungen verstärken: Bremswege verlängern sich drastisch, Nebenstraßen bleiben oft länger glatt, und auf Brücken friert Nässe besonders schnell.
Welche Orte “besonders gefährlich” sind
Typische Glatteis-Hotspots sind Brücken, Unterführungen, Auf- und Abfahrten, schattige Straßenzüge sowie freie Strecken außerhalb dichter Bebauung. Auch Bahnsteige und Treppenanlagen werden bei gefrierendem Regen schnell kritisch. In Niedersachsen und Bremen kann zudem das Zusammenspiel aus Dauerfrost und neuem Niederschlag problematisch werden: Selbst wenn tagsüber nur leichter Niederschlag fällt, kann die Glätte in den Abend- und Nachtstunden sprunghaft zunehmen.
Ausblick: Glätte bleibt ein dynamisches Risiko
Die Wetterlage bleibt in den kommenden Stunden und Nächten stark von kleinen Änderungen in Temperaturprofil und Niederschlagsintensität abhängig. Die Kombination aus anhaltendem Frost und aufziehenden Niederschlägen erhöht das Risiko für plötzliches Glatteis – besonders dort, wo gefrierender Regen einsetzt. Insgesamt deutet vieles darauf hin, dass sich die Gefahrenlage nicht allein auf einzelne Orte beschränkt, sondern regional wandern kann: von südwestlich einfließenden Niederschlägen hin zu einer nach Norden ausgreifenden Zone, in der Glatteis und Schneefall einander abwechseln.
Fazit
Gefrierender Regen kann innerhalb kurzer Zeit neue Glatteisflächen schaffen und damit Verkehr und Alltag empfindlich stören. Für Niedersachsen und Bremen bleibt die Lage aufgrund von Dauerfrost und erwarteten Niederschlägen angespannt, während im Raum Hannover die Kombination aus Frost und möglichem Eisregen besonders aufmerksam beobachtet wird. Entscheidend ist die genaue Entwicklung der Niederschlagsart: Wo Regen auf gefrorenen Untergrund trifft, kann es binnen Minuten “unsichtbar” gefährlich werden – mit Glatteis als größtem Risiko.
Quellen
t-online (Hannover): https://hannover.t-online.de/region/hannover/id_101110788/wetter-hannover-warnung-vor-eisregen-frost-alarm-in-der-region-.html
n-tv/dpa (Niedersachsen & Bremen): https://www.n-tv.de/regionales/niedersachsen-und-bremen/Es-bleibt-frostig-in-Niedersachsen-und-Bremen-id30315814.html
Deutscher Wetterdienst – Warnlagebericht Niedersachsen/Bremen (03.02.2026): https://www.wettergefahren.de/warnungen/warnsituation/warnlagebericht/niedersachsen_und_bremen.html
Deutscher Wetterdienst – Wochenvorhersage Wettergefahren (02.02.2026): https://www.dwd.de/DE/wetter/warnungen_aktuell/wochenvorhersage/wochenvorhersage_node.html
