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Rückruf von Gorgonzola wegen Listerien: Aldi, Netto und Kaufland betroffen

Bild: KI

Transparenzhinweis – Beitrag mit Unterstützung von KI erstellt

Ein groß angelegter Käse-Rückruf sorgt derzeit für Aufmerksamkeit: Die Lactalis Deutschland GmbH hat mehrere vorverpackte Gorgonzola-Produkte zurückgerufen, die unter Handelsmarken bei Aldi, Netto Marken-Discount und Kaufland verkauft wurden. Auslöser ist der Nachweis von Listerien (Listeria monocytogenes) im Rahmen einer Routinekontrolle. Betroffen sind 200-Gramm-Packungen mit einem konkreten Mindesthaltbarkeitsdatum, die seit Anfang Januar im Handel waren. Der Fall zeigt, wie schnell sich ein einzelner Laborbefund zu einer bundesweit relevanten Verbraucherwarnung entwickeln kann.

Rückruf wegen Listerien: Welche Gorgonzola-Produkte betroffen sind

Im Zentrum des Rückrufs stehen verschiedene Gorgonzola-Varianten, die als Eigenmarken in mehreren großen Handelsketten angeboten wurden. Laut den veröffentlichten Rückrufinformationen handelt es sich um vorverpackte Produkte mit identischem Mindesthaltbarkeitsdatum. Die betroffenen Artikel wurden seit dem 09.01.2026 verkauft, der Rückruf wurde am 20.02.2026 öffentlich kommuniziert.

Kaufland: K-Favourites Gorgonzola mild und pikant

Bei Kaufland betrifft der Rückruf Gorgonzola der Marke K-Favourites, jeweils in milden und pikanten Varianten. Die Ware wurde nicht in allen Regionen vertrieben; für die Verfügbarkeit werden regionale Ausnahmen genannt, was auf eine begrenzte Distribution innerhalb Deutschlands hindeutet.

Netto Marken-Discount: Mondo Italiano Gorgonzola Piccante und Dolce

Auch Netto Marken-Discount ist beteiligt. Unter der Marke Mondo Italiano sind Gorgonzola-Varianten in den Geschmacksrichtungen Piccante und Dolce betroffen. Hier werden ebenfalls regionale Ausnahmen ausgewiesen, wodurch sich der Rückruf nicht vollständig auf alle Bundesländer erstreckt.

Aldi Nord und Aldi Süd: Cucina Gorgonzola Dolce und Piccante

Bei Aldi wird der Rückruf unter der Marke Cucina geführt. Die Hinweise unterscheiden zwischen Aldi Nord und Aldi Süd und nennen teils konkrete regionale Zuordnungen. Damit wird deutlich, dass die betroffenen Chargen nicht flächendeckend identisch verteilt wurden, sondern je nach Filialnetz in bestimmten Gebieten im Umlauf waren.

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Warum Listerien in Käse besonders ernst genommen werden

Listeria monocytogenes zählt zu den Bakterien, die in Lebensmitteln schwere Infektionen auslösen können. Typisch sind zunächst eher unspezifische Beschwerden, die an einen grippalen Infekt erinnern können, etwa Fieber und Muskelschmerzen; auch Magen-Darm-Symptome wie Durchfall oder Erbrechen werden in Warnhinweisen genannt. Kritisch ist zudem, dass die Inkubationszeit im Einzelfall länger ausfallen kann, wodurch ein Zusammenhang mit einem verzehrten Produkt nicht immer sofort erkannt wird.

Besonders relevant ist das Risiko für vulnerable Gruppen. In den öffentlichen Warnhinweisen wird hervorgehoben, dass Schwangere, Kleinkinder sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe tragen. Gerade bei weichen und halbfesten Käsen wird Listerienprävention in der Lebensmittelüberwachung entsprechend streng gehandhabt, weil solche Produkte unter bestimmten Bedingungen das Wachstum der Keime begünstigen können.

Was mit den betroffenen Produkten passieren soll

Die Rückrufkommunikation folgt einem klaren Muster: Vom Verzehr wird dringend abgeraten. Betroffene Ware soll entweder entsorgt oder in die jeweilige Verkaufsstelle zurückgebracht werden. Üblicherweise wird in solchen Fällen der Kaufpreis erstattet. Ergänzend werden Hotlines genannt, über die Verbraucherinformationen eingeholt werden können. Parallel dazu wird der Verkauf der betroffenen Chargen gestoppt, um eine weitere Verbreitung im Handel zu verhindern.

Routinekontrolle als Auslöser, breite Wirkung als Folge

Auffällig ist, dass der Rückruf nicht durch gemeldete Erkrankungsfälle, sondern durch eine Routineprobe ausgelöst wurde. Solche Kontrollen sind ein zentraler Baustein der Lebensmittelsicherheit, können aber in der Praxis zu umfangreichen Rückrufen führen, sobald ein Verdachts- oder Nachweisfall vorliegt. Dass mehrere Handelsketten betroffen sind, erklärt sich dadurch, dass Markenprodukte und Eigenmarken häufig aus denselben Produktions- und Lieferstrukturen stammen. Der Rückruf greift dann über unterschiedliche Verpackungsdesigns und Handelsnamen hinweg auf dieselbe Ursache zurück.

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Fazit

Der aktuelle Rückruf von Gorgonzola-Handelsmarken bei Aldi, Netto Marken-Discount und Kaufland ist eine direkte Folge des Listeriennachweises in einer Routinekontrolle. Betroffen sind 200-Gramm-Packungen mit einem fest benannten Mindesthaltbarkeitsdatum und einer Distribution, die je nach Kette regional eingeschränkt sein kann. Der Fall unterstreicht, wie konsequent bei potenziellen Listerienrisiken reagiert wird: durch Verkaufsstopp, öffentliche Warnung und Rücknahmeoptionen. Gerade wegen der möglichen schweren Verläufe in Risikogruppen wird bei solchen Befunden schnell und breit kommuniziert.

Quellen

https://unternehmen.kaufland.de/presse/newsroom/2026/februar/oeffentlicher-rueckruf-k-favourites-gorgonzola-pikant-und-mild

https://www.zeit.de/news/2026-02/20/listerien-in-gorgonzola-lactalis-ruft-kaese-zurueck

https://www.antenne.de/nachrichten/bayern/listerien-in-gorgonzola-lactalis-ruft-kaese-zurueck

Verfasst von Redaktion