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Deutsche Bob-Teams sichern sich erneut Gold und Silber bei Olympia

Bild: KI

Transparenzhinweis – Beitrag mit Unterstützung von KI erstellt

Die deutschen Bobfahrer haben bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Cortina d’Ampezzo zum Abschluss noch einmal ein Ausrufezeichen gesetzt. In der Königsdisziplin Viererbob krönte Johannes Lochner seine letzten Olympia-Auftritte mit dem nächsten Triumph und machte den deutschen Medaillenhunger im Eiskanal erneut sichtbar. Hinter dem Siegerteam sorgte Francesco Friedrich für Silber, während ein mögliches deutsches Medaillentriple erst im letzten Moment platzte.

Doppelter Triumph: Lochner gewinnt auch im Vierer

Johannes Lochner hat am Sonntag, dem 22. Februar 2026, im Viererbob olympisches Gold gewonnen und damit nach seinem Erfolg im Zweierbob das seltene Doppel bei denselben Spielen perfekt gemacht. Gemeinsam mit seinen Anschiebern Thorsten Margis, Jörn Wenzel und Georg Fleischhauer setzte sich der 35-Jährige im Gesamtklassement vor dem Team um Francesco Friedrich durch. Damit endete das große deutsche Duell im Eiskanal erneut zugunsten Lochners – und zugleich mit einem Doppelerfolg für das deutsche Team in Gold und Silber.

Die Entscheidung fiel nach vier Läufen, in denen Lochner seine starke Ausgangslage konsequent verteidigte. Schon zur Halbzeit des Wettbewerbs hatte der Weltcup-Gesamtsieger einen Vorsprung herausgefahren, der den Druck auf die Konkurrenz spürbar erhöhte. Im Finale bestätigte sich der Eindruck, dass in Cortina nicht nur Zehntel, sondern vor allem Nervenstärke über Edelmetall entscheiden.

Vorsprung zur Halbzeit: Start- und Bahnrekord ebnen den Weg

Bereits am Samstag, dem 21. Februar 2026, hatte Lochner den Grundstein gelegt. Nach zwei Läufen führte sein Viererbob mit 0,43 Sekunden vor Friedrich; auf Rang drei lag zunächst Adam Ammour. In dieser Phase war sogar ein kompletter deutscher Medaillensatz realistisch. Lochner und seine Crew überzeugten mit sehr starken Starts und einer Linie, die auf der anspruchsvollen Bahn in Cortina besonders wertvoll ist. Der frühe Vorsprung verschaffte dem Team die Kontrolle über das Rennen und erlaubte es, in den entscheidenden Durchgängen auf Sicherheit und Präzision zu setzen, ohne die Geschwindigkeit zu verlieren.

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Fleischhauer als Schlüsselfigur: Anschub, Timing, Titelchance

Für Georg Fleischhauer, den Anschieber aus Potsdam, war das Wochenende sportlich und symbolisch bedeutend. Im Viererbob gehört der Anschub zu den zentralen Faktoren, weil er die Grundlage für Tempo und Rhythmus im gesamten Lauf schafft. Fleischhauer war Teil jener Crew, die Lochner nicht nur auf Goldkurs brachte, sondern den Vorsprung im Finale stabilisierte.

Sein Name stand in den vergangenen Tagen bereits im Fokus, weil er mit Lochner im Zweierbob zuvor ebenfalls eine Goldperspektive aufgebaut hatte. Dass es im Vierer nun tatsächlich zum zweiten Gold bei diesen Spielen reichte, unterstreicht die Rolle der Anschieber, die im Schatten des Piloten oft weniger Aufmerksamkeit erhalten, im Ergebnis aber über Medaillen mitentscheiden.

Silber für Friedrich, Bronze nicht für Deutschland: Das verpasste Triple

Hinter Lochner fuhr Francesco Friedrich mit seinem Team zu Silber. Damit bestätigte sich die deutsche Dominanz an der Spitze, auch wenn die Rollenverteilung in Cortina diesmal klarer ausfiel als von vielen erwartet. Besonders dramatisch verlief der Kampf um Bronze: Ein deutscher Dreifacherfolg blieb aus, weil Adam Ammour im letzten Lauf noch von der Schweiz abgefangen wurde. Michael Vogt sicherte sich mit seinem Team den dritten Platz, während Ammour knapp neben dem Podium landete.

Diese Verschiebung im letzten Durchgang war ein Hinweis darauf, wie eng das Feld hinter den Topteams beieinanderlag. Während Lochner und Friedrich ihre Medaillen relativ stabil absicherten, reichten im Kampf um Bronze kleinste Abweichungen bei Start, Kurvenausgang oder Materialabstimmung, um das Ergebnis zu kippen.

Ein Karriereabschluss mit Signalwirkung

Der Sieg im Viererbob war für Lochner mehr als nur eine weitere Medaille. Er markierte den Schlusspunkt einer Laufbahn, die nun mit einem olympischen Gold-Doppel endet. Dass dieser Abschluss ausgerechnet im direkten Vergleich mit dem langjährigen Rivalen Friedrich gelang, verlieh dem Erfolg zusätzliches Gewicht. Für das deutsche Bobteam war der Tag zugleich Bestätigung einer Breite, die selbst dann noch Spitzenplätze ermöglicht, wenn ein mögliches Medaillentriple knapp verpasst wird.

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Fazit

Der Viererbob-Wettbewerb am 22. Februar 2026 brachte für Deutschland den nächsten großen Olympia-Moment: Gold für Johannes Lochner und seine Crew, Silber für Francesco Friedrich – und damit ein Doppelerfolg zum Abschluss im Eiskanal von Cortina. Georg Fleischhauer trug als Anschieber entscheidend zum zweiten Gold bei diesen Spielen bei. Ein kompletter deutscher Medaillensatz blieb zwar aus, doch die Bilanz des Wochenendes zeigt eine klare Botschaft: Deutschlands Bobfahrer haben bei Milano Cortina 2026 die Maßstäbe gesetzt.

Quellen

https://www.n-tv.de/sport/olympia/Friedrich-holt-Silber-im-Vierer-id30391560.html

https://www.olympics.com/de/milano-cortina-2026/news/viererbob-bei-olympia-2026-johannes-lochner-doppel-olympiasieger-francesco-friedrich

https://www.t-online.de/sport/olympia/id_101138812/olympia-2026-lochner-ist-im-viererbob-mit-bahnrekord-auf-gold-kurs.html

https://www.zeit.de/news/2026-02/22/mit-doppel-gold-in-bobrente-lochner-siegt-vor-friedrich

https://www.rhein-zeitung.de/sport/aus-aller-welt/aus-aller-welt-wintersport/lochner-holt-olympia-gold-im-viererbob-vor-friedrich_arid-4105688.html

Verfasst von Redaktion