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EZB-Zinsentscheidung: Experten äußern klare Erwartungen für Sparer

Bild: KI

Transparenzhinweis – Beitrag mit Unterstützung von KI erstellt

Der nächste Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) steht am Donnerstag, dem 5. Februar 2026, an. Erwartet wird eine Fortsetzung der Zinspause: Nach mehreren Senkungen im Jahr 2025 und einer Phase stabiler Leitzinsen richtet sich der Blick weniger auf eine kurzfristige Richtungsänderung als auf Nuancen in der Kommunikation. Entscheidend ist dabei, wie die Notenbank die Mischung aus nachlassendem Inflationsdruck, schwankender Konjunktur und neuen globalen Unsicherheitsfaktoren bewertet.

EZB vor dem Februar-Termin: Warum der Markt mit Stillstand rechnet

Ökonomen und Marktteilnehmer gehen mehrheitlich davon aus, dass die EZB den Einlagensatz bei 2,0 Prozent belässt. Dieses Niveau gilt als zentrale Orientierungsgröße, weil es die kurzfristigen Geldmarktsätze und damit viele Spar- und Kreditkonditionen indirekt prägt. Die Erwartung einer unveränderten Entscheidung stützt sich vor allem auf das Bild einer Inflation, die sich seit Monaten in der Nähe des EZB-Ziels von 2 Prozent bewegt. Für Januar wird in Vorabschätzungen sogar ein leichter Rückgang der Teuerung im Euroraum diskutiert.

Hinzu kommt, dass die Februar-Sitzung üblicherweise nicht mit einem neuen Satz umfassender EZB-Projektionen (Inflation, Wachstum) einhergeht. Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass die Notenbank eine neue, stark abweichende Gesamterzählung präsentiert. Stattdessen dürfte die EZB ihren datenabhängigen Kurs betonen und sich Spielraum für spätere Schritte offenhalten.

Die „klare Prognose“ für Sparer: Tagesgeld unter Druck, Festgeld stabiler

Für Sparer ist weniger die Frage entscheidend, ob die EZB am 5. Februar 2026 sofort etwas ändert, sondern wie lange das aktuelle Zinsplateau hält. Eine häufig genannte Erwartung: Tagesgeldzinsen könnten im Verlauf der kommenden Monate eher langsam nachgeben, weil Banken in einem Umfeld stabiler Leitzinsen wieder stärker über Margen und weniger über aggressive Neukundenaktionen steuern. Gleichzeitig bleiben Festgeldangebote oft länger attraktiv, da Banken Laufzeiten nutzen, um sich Kundeneinlagen planbarer zu sichern und sich gegen spätere Marktbewegungen abzusichern.

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Diese Differenz zwischen Tages- und Festgeld ist typisch für eine Phase, in der die großen Zinsschritte bereits hinter dem Markt liegen. Während Tagesgeld sehr schnell auf veränderte Refinanzierungskosten reagiert, werden Festgeldkonditionen stärker von Erwartungen an die mittelfristige Zinsentwicklung und vom Wettbewerb um stabile Einlagen geprägt.

Konjunktur, Euro-Wechselkurs und US-Daten: Die Unsicherheitsfaktoren

Obwohl die EZB sich im Euroraum primär an Inflations- und Finanzierungsbedingungen orientiert, spielen externe Impulse eine spürbare Rolle. Dazu zählt ein starker Euro, der importierte Inflation dämpfen kann, aber zugleich die Exportwirtschaft belastet. Auch handelspolitische Spannungen und Zollrisiken erhöhen die Unsicherheit für Unternehmen und Investitionen. In solchen Phasen wird die EZB in der Regel vorsichtiger in der Kommunikation, um keine überhasteten Markterwartungen auszulösen.

Zusätzlich bleibt die internationale Zinslandschaft relevant. Ein robustes US-Arbeitsmarktbild und die Reaktion der US-Notenbank beeinflussen globale Renditen, den Dollar und damit indirekt auch europäische Finanzierungsbedingungen. Selbst wenn die EZB die Zinsen unverändert lässt, kann sich das Zinsumfeld für europäische Banken und Kreditnehmer über die Kapitalmärkte bewegen.

Kreditvergabe als Frühindikator

Ein wichtiger Baustein für die EZB ist die Bankkreditvergabe. Wenn Banken ihre Standards verschärfen oder die Nachfrage schwächelt, wirkt das bremsend auf Investitionen und Konsum. Quartalsumfragen und Kreditberichte gelten deshalb als Gradmesser, ob die geldpolitische Transmission funktioniert oder ob sich die Finanzierungskonditionen „zu stark“ verschärfen. Bleibt die Kreditdynamik verhalten, erhöht das den Druck, zumindest keine restriktiveren Signale zu senden.

Was am Donnerstag wirklich zählt: der Tonfall nach 14:15 Uhr

Für Märkte und Verbraucher ist bei einer erwarteten Zinspause vor allem die Pressekonferenz entscheidend. Schon kleine Änderungen in Formulierungen können Erwartungen verschieben: etwa ob Risiken für Inflation oder Wachstum betont werden, ob der starke Euro als Thema auftaucht oder ob die EZB die Hürde für den nächsten Zinsschritt verbal höher legt. In einem Umfeld, in dem Zinssenkungen kurzfristig nicht als Basisszenario gelten, kann bereits ein minimal weniger „dovisher“ Ton ausreichen, um mittlere Laufzeiten bei Anleihen und damit auch Kreditkonditionen anzuheben.

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Fazit

Der EZB-Termin am 5. Februar 2026 dürfte eine Bestätigung des Status quo bringen. Für Sparer spricht vieles dafür, dass Tagesgeldzinsen tendenziell nachgeben können, während Festgeldangebote vergleichsweise stabil bleiben. Die größere Spannung liegt in den Begleitsignalen: Wechselkurs, Konjunkturindikatoren, Kreditvergabe und internationale Daten – insbesondere aus den USA – bestimmen, ob aus der Zinspause ein längeres Plateau wird oder ob die Debatte über den nächsten Schritt im Jahresverlauf wieder aufflammt.

Quellen:

https://www.capital.de/geld-versicherungen/zinsentscheid-der-ezb–was-die-experten-in-ihren-prognose-sagen-37099298.html

https://www.morgenpost.de/ratgeber-wissen/finanzen/article411101807/ezb-zinsentscheid-leitzins-februar-sitzung.html

https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2026-02/67583699-konjunktur-im-blick-ezb-bestaetigt-geldpolitik-staerkeres-us-jobwachstum-015.htm

https://e-fundresearch.com/newscenter/172-carmignac/artikel/58060-ezb-vor-zinssitzung-im-februar-geldpolitik-bleibt-vorerst-unveraendert

https://www.lbbw.de/artikel/maerkte-verstehen/ezb-zinsentscheid-morgen-uhrzeit-ablaufplan-5-2-2026_amc5vbggbi_d.html

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Verfasst von Redaktion