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USA: Strengere Einreisebestimmungen für Touristen in Planung

Bild: KI

Transparenzhinweis – Beitrag mit Unterstützung von KI erstellt

Wer als Tourist in die USA reisen will, könnte schon bald deutlich mehr persönliche Daten angeben müssen als bisher. Auslöser der aktuellen Debatte ist ein Vorschlag der US-Grenzschutzbehörde Customs and Border Protection (CBP), der das Verfahren rund um die elektronische Reisegenehmigung ESTA verändern würde. In mehreren Ländern des Visa-Waiver-Programms, darunter auch im deutschsprachigen Raum, sorgen die Pläne für Verunsicherung, weil sie tiefer in digitale und private Lebensbereiche reichen könnten. Besonders im Fokus stehen Angaben zu Social-Media-Präsenzen sowie zusätzliche Kontakt- und Familiendaten, die im Vorfeld einer Reise abgefragt werden sollen.

Was hinter den neuen ESTA-Plänen steckt

Die ESTA-Genehmigung ist für Reisende aus mehr als 40 Staaten der zentrale, visumfreie Zugang für touristische und geschäftliche Kurzaufenthalte in den Vereinigten Staaten. Der CBP-Vorschlag sieht vor, dass Antragsteller künftig mehr Informationen liefern sollen, bevor eine Reise überhaupt angetreten wird. Wichtig ist dabei: Es handelt sich derzeit um Behördenpläne, nicht um bereits geltendes Recht. In den aktuellen Meldungen wird zudem eine Frist genannt, bis zu der Stellungnahmen und Einwände zu den vorgeschlagenen Änderungen eingereicht werden konnten. Nach Ablauf dieser Frist prüft die Behörde die Eingaben und kann den Entwurf anpassen, bevor eine mögliche Umsetzung erfolgt.

Social Media: Account-Namen statt Zugangsdaten?

Am stärksten diskutiert wird die geplante Pflicht, Informationen zur eigenen Präsenz in sozialen Medien offenzulegen. In den Berichten wird betont, dass der öffentlich bekannte Vorschlag im US-Bundesregister nicht eindeutig formuliert, was genau unter diesen Angaben zu verstehen ist. Das schafft Interpretationsspielräume und damit Unsicherheit: Geht es um Nutzer- oder Account-Namen, um Plattformen, um Profile oder um Inhalte?

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Parallel dazu kursieren in aktuellen Medienberichten Hinweise, wonach es nach Angaben aus dem Umfeld von Behördenkontakten eher um Account-Bezeichnungen gehen soll, nicht um Passwörter oder einen direkten Zugriff auf Profile oder einzelne Posts. Ebenso wird berichtet, dass nicht zwangsläufig die Social-Media-Aktivitäten aller Antragsteller systematisch geprüft würden. Dennoch bleibt der Kern der Kritik bestehen: Schon die Abfrage der Social-Media-Identitäten kann als erheblicher Eingriff in die Privatsphäre wahrgenommen werden, weil sie Rückschlüsse auf Netzwerke, Interessen und Kommunikationsräume zulässt.

Mehr Kontaktdaten, mehr Familieninformationen

Neben Social Media enthält der Vorschlag laut den aktuellen Berichten auch eine Ausweitung weiterer Datenerhebungen. Genannt werden zusätzliche Telefonnummern, die in einem mehrjährigen Zeitraum genutzt wurden, sowie E-Mail-Adressen aus einem noch längeren Zeitraum. Hinzu kommen detaillierte Informationen über Familienmitglieder, etwa Geburtsdaten sowie Wohn- und Geburtsorte.

Brisant ist dabei weniger die einzelne Datenkategorie als die Summe: In der Gesamtschau entsteht ein deutlich dichteres Profil über Antragsteller, das über klassische Reise- und Passdaten hinausgeht. Zudem wird in den Berichten hervorgehoben, dass die Formulierung „sofern möglich“ eine Rolle spielt, ohne klar zu definieren, wann etwas als möglich gilt und wann nicht. Genau diese Unschärfe kann dazu führen, dass Reisende nicht sicher einschätzen können, welche Angaben zwingend sind und welche Folgen Unvollständigkeit hätte.

Politischer Kontext und mögliche Folgen für Reisende

Die Pläne werden in den aktuellen Meldungen in einen größeren politischen Rahmen eingeordnet: eine verschärfte Migrations- und Sicherheitspolitik der US-Regierung. Für den Tourismus und Geschäftsreisen könnte das mittelfristig bedeuten, dass der administrative Aufwand für eine visumfreie Einreise steigt und die Hürde psychologisch größer wird. Gleichzeitig argumentieren Behörden in solchen Verfahren regelmäßig mit Sicherheitsinteressen und der besseren Vorabprüfung von Risiken.

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Wie schnell und in welcher Form eine Umsetzung erfolgt, bleibt offen. Die Berichte nennen keinen belastbaren Zeithorizont. Damit ist die Lage für Reisende vorerst vor allem eines: unklar, aber in Bewegung.

Fazit

Die vorgeschlagenen Änderungen am ESTA-Verfahren markieren eine mögliche Verschiebung hin zu deutlich umfassenderen Vorabinformationen über Touristen und Geschäftsreisende. Während die Diskussion vor allem an der Social-Media-Abfrage hängt, zeigen die weiteren geplanten Datenpunkte, dass es um ein breiteres Paket geht, das digitale Identitäten, Kontaktwege und familiäre Hintergründe stärker erfasst. Entscheidend ist nun, wie die CBP die eingegangenen Stellungnahmen bewertet und ob die unklaren Passagen präzisiert werden. Bis zu einer endgültigen Entscheidung bleibt die Verschärfung ein Plan – mit spürbarer Signalwirkung für die Wahrnehmung der visumfreien USA-Einreise.

Quellen

https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_101120314/us-behoerde-plant-schaerfere-einreiseregeln-fuer-touristen.html

https://www.zeit.de/news/2026-02/08/us-behoerde-plant-schaerfere-einreiseregeln-fuer-touristen

https://www.bluewin.ch/en/news/international/us-authority-plans-stricter-entry-rules-for-tourists-3086684.html

https://www.vol.at/us-behoerde-plant-schaerfere-einreiseregeln-fuer-touristen/9974714

Verfasst von Redaktion