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ADAC empfiehlt: Spritpreise sinken häufig am Wochenende

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Transparenzhinweis – Beitrag mit Unterstützung von KI erstellt

Die Spritpreise in Deutschland sind in den vergangenen Stunden spürbar angezogen. Auslöser ist die Eskalation im Nahen Osten, die den Ölmarkt verunsichert und die Notierungen für Rohöl nach oben treibt. An den Zapfsäulen zeigt sich das in schnellen Preissprüngen innerhalb weniger Tage, teils auch innerhalb eines Tagesverlaufs. Während sich politische Debatten um mögliche Gegenmaßnahmen und die Frage nach “verfrühten” Preisaufschlägen zuspitzen, rückt für viele vor allem eine pragmatische Frage in den Vordergrund: Wann lässt sich trotz hoher Preise vergleichsweise günstig tanken?

Neuer Preisschub an der Zapfsäule: Was aktuell passiert

Seit dem Wochenende hat sich die Lage am Kraftstoffmarkt dynamisch verändert. Nach zunächst moderaten Aufschlägen folgten zum Wochenstart deutlich kräftigere Bewegungen. In aktuellen Auswertungen werden Super E10 und Diesel im bundesweiten Schnitt um mehrere Cent höher ausgewiesen als noch vor wenigen Tagen. Der ADAC spricht von erneut stark gestiegenen Preisen und verweist darauf, dass die Entwicklung eng mit der Lage am Rohölmarkt zusammenhängt.

Besonders auffällig ist, dass Diesel in einzelnen Momentaufnahmen und regionalen Beobachtungen teils auf Augenhöhe mit Benzin liegt oder es sogar übertrifft. Das verstärkt den Eindruck eines angespannten Marktes, in dem Händler, Mineralölkonzerne und Tankstellenbetreiber Preisrisiken kurzfristig einpreisen.

Warum der Iran-Krieg den Ölmarkt so stark bewegt

Die unmittelbare Verbindung zwischen geopolitischer Eskalation und Spritpreis liegt in der globalen Lieferkette: Rohöl ist ein weltweit gehandelter Rohstoff, dessen Preis sich an Erwartungen über Verfügbarkeit, Transportwege und Risiken orientiert. Zentral ist dabei die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Seerouten für den Öltransport. Schon die Aussicht auf Störungen oder Blockaden reicht aus, um Risikoaufschläge zu erzeugen.

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Kommt es zu steigenden Rohölpreisen, werden diese in der Regel zeitnah in den Großhandelspreisen für Kraftstoffe sichtbar. An der Tankstelle wirkt zusätzlich der Wettbewerb vor Ort, der die Spanne zwischen einzelnen Stationen vergrößern kann. In Phasen hoher Volatilität nehmen diese Unterschiede oft zu, weil Preisänderungen schneller und häufiger erfolgen.

ADAC-Tank-Tipp: Abends ist es „für gewöhnlich am günstigsten“

Ein wiederkehrendes Muster im Tagesverlauf bleibt auch in der aktuellen Situation relevant: Morgens liegen die Preise häufig höher, ab dem späten Nachmittag sinken sie oft. Der ADAC empfiehlt, morgendliche Preisspitzen zu meiden und den Tankzeitpunkt bewusst zu wählen. Als besonders günstiges Zeitfenster werden die Abendstunden genannt; in Berichten mit ADAC-Bezug wird die Spanne zwischen 19 und 22 Uhr als Zeitraum beschrieben, in dem es „für gewöhnlich am günstigsten“ ist.

Hintergrund ist die typische Preislogik im Tagesgeschäft: Viele Pendlerbewegungen und planbare Nachfrage konzentrieren sich auf den Morgen, während sich die Preiskurve später häufig nach unten bewegt. Das bedeutet nicht, dass der Abendpreis immer niedrig ist, wohl aber, dass im Vergleich zum Tageshoch oft ein messbarer Abstand besteht.

Preisvergleich, Autobahn vermeiden, Markt im Blick behalten

Neben dem Zeitpunkt bleibt der Ort entscheidend. Autobahntankstellen liegen im Schnitt deutlich über dem Preisniveau abseits der Fernstraßen. Wer flexibel ist, kann durch das Tanken kurz vor der Autobahnauffahrt oder nach der Abfahrt häufig spürbar sparen. Zusätzlich lohnt sich der konsequente Vergleich über Preisportale und Tank-Apps, weil die Differenzen zwischen benachbarten Stationen in unruhigen Marktphasen größer ausfallen können.

Der ADAC verweist zudem darauf, dass sinkende Rohölpreise erfahrungsgemäß langsamer an der Zapfsäule ankommen als steigende. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Preisschub nicht sofort wieder zurückbildet, selbst wenn sich die Rohölnotierungen kurzfristig beruhigen.

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Politische Reaktionen und Diskussion um „zu schnelle“ Preiserhöhungen

Mit steigenden Preisen wächst auch der politische Druck. Aus der Politik kommt Kritik, Preiserhöhungen könnten zu früh erfolgen, weil Kraftstoffe, die aktuell verkauft werden, teils noch zu früheren Konditionen eingekauft worden seien. Gleichzeitig wird signalisiert, dass die Lage beobachtet und über mögliche Schritte beraten werde. Solche Debatten ändern kurzfristig selten den Preis an der Säule, sie prägen jedoch die Erwartung, ob und wie stark der Staat in außergewöhnlichen Situationen eingreifen könnte.

Fazit

Der aktuelle Preisanstieg ist eng mit geopolitischen Risiken und der Nervosität des Ölmarkts verknüpft. In Deutschland zeigt sich das in schnellen Aufschlägen bei Benzin und Diesel sowie in stärker schwankenden Preisen über den Tag. Als pragmatischer Ansatz gilt weiterhin die Kombination aus bewusstem Tankzeitpunkt und konsequentem Preisvergleich. Besonders die Abendstunden gelten nach ADAC-Einschätzung als Zeitfenster, in dem es „für gewöhnlich am günstigsten“ ist. Wie lange das hohe Niveau anhält, hängt vor allem davon ab, ob sich die Lage im Nahen Osten beruhigt und ob sich die Rohölpreise stabilisieren.

Quellen

https://www.deutschlandfunk.de/adac-spritpreise-erneut-stark-gestiegen-100.html
https://www.merkur.de/wirtschaft/spritpreise-steigen-auf-zwei-jahres-hoch-experten-tipps-fuer-guenstigeres-tanken-zr-94194951.html
https://www.merkur.de/verbraucher/spritpreise-klettern-wegen-iran-krieg-af-hoechststand-aufwaertstrend-kann-die-naechsten-tage-anhalten-zr-94195749.html
https://www.zeit.de/wirtschaft/2026-03/benzinpreise-deutschland-iran-angriff-entwicklung-karte
https://www.handelsblatt.com/dpa/energiepreise-iran-krieg-laesst-spritpreise-immer-weiter-steigen/100204679.html

Verfasst von Redaktion