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Alle Feiertage 2026 in den deutschen Bundesländern: Überblick & Daten

Viele Feiertage sind in Deutschland nicht einheitlich geregelt. Foto: © kiono /stock adobe

Die Feiertage sind in Deutschland nicht einheitlich geregelt. Neben den bundesweit geltenden Feiertagen existieren weitere arbeitsfreie Tage, die nur in einzelnen Bundesländern gelten. Diese Unterschiede betreffen viele Lebensbereiche, darunter Arbeitszeiten, Öffnungszeiten, Lieferfristen, Schulbetrieb und Urlaubsplanung. Eine klare Übersicht hilft dabei, regionale Besonderheiten richtig einzuordnen.

Insgesamt gibt es neun Feiertage, die in allen 16 Bundesländern gelten. Zusätzlich legen die Länder weitere gesetzliche Feiertage fest, die historisch, konfessionell oder gesellschaftlich begründet sind. Dadurch unterscheidet sich die Anzahl der arbeitsfreien Tage je nach Bundesland deutlich.

Zuständigkeit und rechtliche Grundlagen der Feiertage

Die rechtliche Regelung der gesetzlichen Feiertage liegt überwiegend bei den Bundesländern. Zwar existieren bundesweit verbindliche Feiertage, darüber hinaus entscheiden die Länder eigenständig über zusätzliche arbeitsfreie Tage. Diese föderale Struktur erklärt, warum Feiertage regional unterschiedlich ausfallen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Unterscheidung zwischen festen und beweglichen Feiertagen. Feste Feiertage haben jedes Jahr dasselbe Datum, während bewegliche Feiertage vom Ostertermin abhängen und sich jährlich verschieben. Diese Verschiebungen beeinflussen nicht nur lange Wochenenden, sondern auch Schulferien und betriebliche Abläufe.

Bundesweit geltende gesetzliche Feiertage

In allen Bundesländern gelten dieselben gesetzlichen Feiertage. Dazu zählen Neujahr am 1. Januar, Karfreitag, Ostermontag, der Tag der Arbeit am 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober sowie der erste und zweite Weihnachtstag am 25. und 26. Dezember.

Diese Feiertage bilden die gemeinsame Grundlage des deutschen Feiertagskalenders. Ob sie im jeweiligen Jahr zusätzliche freie Werktage bringen, hängt davon ab, auf welchen Wochentag sie fallen.

Zusätzliche gesetzliche Feiertage nach Bundesland

Neben den bundesweit geltenden Feiertagen erkennen die Bundesländer weitere gesetzliche Feiertage an. Diese gelten ausschließlich im jeweiligen Land oder in einzelnen Regionen innerhalb eines Landes.

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BundeslandZusätzliche gesetzliche Feiertage
Baden-WürttembergHeilige Drei Könige (6. Januar), Fronleichnam, Allerheiligen (1. November)
BayernHeilige Drei Könige (6. Januar), Fronleichnam, Allerheiligen (1. November), Mariä Himmelfahrt (regional), Hohes Friedensfest (nur Augsburg)
BerlinInternationaler Frauentag (8. März)
BrandenburgReformationstag (31. Oktober)
BremenReformationstag (31. Oktober)
HamburgReformationstag (31. Oktober)
HessenFronleichnam
Mecklenburg-VorpommernInternationaler Frauentag (8. März), Reformationstag (31. Oktober)
NiedersachsenReformationstag (31. Oktober)
Nordrhein-WestfalenFronleichnam, Allerheiligen (1. November)
Rheinland-PfalzFronleichnam, Allerheiligen (1. November)
SaarlandFronleichnam, Allerheiligen (1. November), Mariä Himmelfahrt (15. August)
SachsenReformationstag (31. Oktober), Buß- und Bettag
Sachsen-AnhaltHeilige Drei Könige (6. Januar), Reformationstag (31. Oktober)
Schleswig-HolsteinReformationstag (31. Oktober)
ThüringenWeltkindertag (20. September), Reformationstag (31. Oktober)

Regionale Verteilung und typische Feiertagsmuster

Die Verteilung der zusätzlichen Feiertage folgt klaren regionalen Mustern. In südlichen und westlichen Bundesländern sind katholisch geprägte Feiertage wie Fronleichnam und Allerheiligen verbreitet. Dadurch ergeben sich dort zusätzliche arbeitsfreie Tage im Frühsommer und im Herbst.

In nördlichen und östlichen Bundesländern prägt vor allem der Reformationstag den Feiertagskalender. Dieser fällt auf den 31. Oktober und sorgt in vielen dieser Länder für einen arbeitsfreien Tag zum Monatsende, während andere Bundesländer regulär arbeiten.

Feiertage mit besonderen regionalen Regelungen

Einige gesetzliche Feiertage gelten nicht flächendeckend innerhalb eines Bundeslandes. In Bayern ist Mariä Himmelfahrt nur in Gemeinden mit überwiegend katholischer Bevölkerung arbeitsfrei. Ob der 15. August ein Feiertag ist, hängt daher vom jeweiligen Ort ab.

Das Hohe Friedensfest stellt eine weitere Besonderheit dar. Es ist ausschließlich in der Stadt Augsburg gesetzlicher Feiertag und hat außerhalb des Stadtgebiets keine rechtliche Bedeutung.

Auch der Buß- und Bettag nimmt eine Sonderstellung ein. Er ist nur in Sachsen gesetzlicher Feiertag und fällt jedes Jahr auf einen Mittwoch im November.

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Auswirkungen der Feiertage auf Arbeit und Schule

Gesetzliche Feiertage wirken sich unmittelbar auf Arbeitszeiten, Tarifregelungen und Öffnungszeiten aus. An Feiertagen gelten besondere arbeitsrechtliche Vorgaben, die jedoch nur dann greifen, wenn der Tag im jeweiligen Bundesland als gesetzlicher Feiertag anerkannt ist.

Im Schul- und Betreuungsbereich richten sich freie Tage ebenfalls nach den landesspezifischen Feiertagsregelungen. In Grenzregionen kann es deshalb vorkommen, dass Schulen oder Kitas an einem Tag geöffnet sind, während sie im Nachbarbundesland geschlossen bleiben.

Bedeutung der Feiertagsübersicht für Planung und Orientierung

Für Informationsseiten ist eine eindeutige Darstellung der Feiertage besonders wichtig. Der Begriff „Feiertag“ wird häufig pauschal verwendet, obwohl die rechtliche Bedeutung regional unterschiedlich ist. Eine Kombination aus klar strukturierten Textabschnitten und einer übersichtlichen Tabelle schafft Transparenz.

Bei überregionaler Planung empfiehlt sich stets ein Abgleich nach Bundesland. Besonders im Frühjahr, im Sommer und im Herbst können landesspezifische Feiertage Einfluss auf Erreichbarkeit, Lieferzeiten und organisatorische Abläufe haben. Eine aktuelle und verständliche Übersicht hilft dabei, Missverständnisse zu vermeiden und Planungssicherheit zu schaffen.


Verfasst von Redaktion